Donnerstag, 30. September 2010

139. Post. The Neolithic Settlement Landscape of the Southeastern Swabian Alb (Germany)
Das link zum Archäologieprogramm um Sonderbuch:

Mittwoch, 29. September 2010


138. Post. Neolithische Bohrer. Beispiele für unterschiedliche Bohrerformen aus Sonderbuch. Die mittelneolithischen Bohrer sind variantenreicher und umfassen Bohrerformen, die auf bandkeramischen Teilen von Fundplätzen nicht vorkommen, wie z.B. Bohrer mit langem Klingenkörper. Der große Variantenreichtum macht eine zeitliche Einordnung der Oberflächenfunde schwierig. Es gibt Bohrer ohne Schulter, mit einseitiger Schulter, mit langer Spitze, sehr kurzem oder sehr langem Körper oder auch Doppelbohrer bei denen Das Distalende und das Proximalende der Grundform zugerichtet sind, usw.

Sonntag, 26. September 2010



137. Post. Die Romigny-Lhery-Silex-Spitze im Vergleich mit einer mindestens mittel- bis spätneolithischen Pfeilspitze vom selben Flurstück. (Asch)
Szenen einer Ausgrabung an der Rohmaterialquelle und Experimentelle Archäologie mit diesem Material sehen sie unter: www.daily.com/video/x8anyw_tailler-le-silex_tech




136. Post. Spitze ohne Datierung. Die Spitze, die in meinem Profil zu sehen ist, lässt sich weder zeitlich noch artefaktmorphologisch bisher sicher einordnen. Der Fundkontext, aus dem das Artefakt kommt ist möglicherweise mehrphasig. Es zeigen sich bandkeramische Hinweise in Form von etwas Keramik und ein entsprechendes Klingeninventar, aber auch mittelneolithische Belege, regelmäßige Klingenkerne, Pfeilspitzen, Bohrer, und Kratzer, aber auch jungneolithische Belege sind vorhanden in Form von flächenretuschierten Pfeilspitzen usw. In nächster Nähe, zwei Flurstücke weiter konnte ein mittelpaläolithisches Artefakt geborgen werden. Ob Dolch, Kombiwerkzeug... die Zeitstellung ist für die Ansprache entscheidend.
Interessant ist in diesem Falle vor allem das Material, das ich nach der Dissertation von Petra Kieselbach als französisch einschätze.

Frau Kieselbach ´beschreibt unter 5.1.5. Romigny-Lhery-Silex.
Im Michelsberger Inventar von der Ilsfeld-Ebene sind wenige Steinartefakte vorhanden, die als französische silices identifiziert werden konnten und sehr wahrscheinlich zum Typ Romigny Lhery gehören.`Dieses Rohmaterial ist in der Nähe von Reims lokalisiert. Es handelt sich um einen terziärzeitlichen Süßwasserkalk, der relativ dicht ist, eine hellbraune, bis honiggelbe Farbe hat und weiße, punkt- bis bandförmige Einschlüsse aufweist. Er lässt sich nicht immer eindeutig von Silex vom Typ Mont-les-Esterelles (Haute Saone) differenzieren, da beide auf die gleiche Weise gebildet werden. (Zit.Kieselbach Ende)

Bildvergleiche sprechen für diese Rohmaterialquelle. Zeitlich ist die Michelsberger Kultur eine Zeit, in der die Artefakte, Klingen zum Ende des Neolithikums wieder größer werden. In der Nähe gibt es eine Stelle ( noch mit demselben Flurnamen) an der sehr große Klingen vorkommen, was aber auch Zufall sein kann. Die Michelsberger Kultur ist hier noch nicht nachgewiesen, und hier soll es nur um die Materialbestimmung gehen. Die Spitze ist bisher der einzige Beleg aus diesem Silex und wurde in die "Materialsammlung" der survey Fisher/Knipper aufgenommen. Eine Geschoßspitze kommt der Größe wegen nicht in Betracht. Sollten sich die bandkeramischen Zusammenhänge verdichten, wäre die Spitze wohl als Dolch anzusprechen.
Bei den kreisrunden Einschlüssen im Silex handelt es sich um Oogonien, Fossilien, die typisch für tertiären Süßwasserkalk sind.

Freitag, 24. September 2010

135. Post. Die Grobzerlegung auf dem Trümmerfeld....Was zum rätseln...Werkzeug, oder verworfener Kern? "stufige Lateral"retusche"(?) an großem Abschlag..."- bitte vergrößern.


135. Post. Grobzerlegung beim Rohmaterialvorkommen. Die Zeugen auf dem Trümmerfeld....
Nachtrag: Der Abbau konnte durch eine Grabung bislang nicht nachgewiesen werden. (Mitteilung von C. Knipper/ Danke für diesen Hinweis) Die Trümmer liegen ausschließlich im Pflughorizont. Der Verwitterungs- Lehm der diesen begleitet, führt Rohmaterial. Testschnitte führten keine Nachweise zum Abbau. Doch welche geologischen Vorgänge oder menschlichen Eingriffe fügten das Material dann zu dieser Konzentration an dieser Stelle? War es ein reiner Schlagplatz? In der Peripherie gibt es zahlreiche, kleinere primäre Residuallagerstätten. D.h. das an Ort und Stelle aus dem Muttergestein ausgewitterte Material (Residuum, = geologisch: das zurück Gebliebene wurde nicht sekundär verlagert) Der Borgerhau ( sekundäre Lagerstätte)liegt ebenfalls nicht weit davon weg.  Vielleicht also eine "artifizielle Verlagerung" der Siedler?


134. Post. Kleiner Restkern und Kernfuß mit partiellem Lackglanz von der neuen Abbaustelle.Höfermahd. Wippingen.
Nach Information der survey Fisher/Knipper/et.al. handelt es sich eventuell doch nicht um eine Abbaustelle. Es zeigt sich wohl derselbe Lehm wie im Borgerhau, es zeigt sich ebenfalls Rohmaterial, es sind bislang in zwei Sondageflächen jedoch keine Hinweise für Silexabbau nach gewiesen.
133. Post. Kerne und Artefakte von der neuen Rohmaterialstelle auf Wippinger Markung. Neben dem "Borgerhau type" nun noch ein "Höfermahd type?"
kleiner vollkommen abgebaueter Restkern, der wie ein "mittelpaläolithisches Kerngerät wirkt."
Kern mit zwei Schlagflaächen
Kern mit drei Schlagflächen
Artefakt mit Lateralretuschen und Endretusche, getempert.
Artefakt mit Endretusche. Weißer, anstehender Hornstein.
133. Post. Klingenkerne und Werkzeuge von möglicherweise "neu entdeckter" Abbaustelle

132. Post. Neues Rohmaterialvorkommen mit Hinweisen von Abbau (bzw. Intentioneller Grob-Zerlegung) vor Ort?
In der Nähe einer Siedlung auf Gemarkung Wippingen ( "Höfermahd") zeichnet sich großflächig möglicherweise natürliches Hornsteinvorkommen ab. Außerdem bezeugt das Trümmerfeld, das dieses Vorkommen nahelegt, verschiedene Stufen der intentionellen Zerlegung der Knollen, die von Faust- bis Kindskopf-Größe im Acker liegen. Die groben Trümmer zeigen den "harten Schlag" der mit Klopfsteinen ausgeführt worden sein muss. Aber auch regelmäßige Klingenkerne wurden gefunden. Damit zeigt sich wohl ein ähnliches Bild wie im nahen Borgerhau, in dem der Abbau mittels Grabung in den letzten Jahren nachgewiesen werden konnte. "Hinter dem Höfermahd" und "Ösch" werden vielleicht so ebenfalls einen Begriff für die lokale Hornsteinvarietät darstellen. Der Hornstein vom Borgerhau findet sich bereits in einschlägigen Internetseiten wieder. ( flintsource.Net.)
Nachtrag.
Nach neuesten Informationen ( 9.Okt.2010) konnte in zwei Suchschnitten durch die survey Fisher/Knipper u.a. zwar der nämliche Lehm wie im Borgerhau und auch Rohmaterial, jedoch kein Nachweis für den Abbau gefunden werden.( Die Hornsteinkonzentration ist vorher schon H. Mollenkopf aufgefallen und intensiv abgesucht wordern. Dies war mir nicht bekannt. Ebenso wenig, dass hier schon archäologische Sondagen vorgenommen wurden. ) Heißt: Es liegt ein Hornsteinvorkommen unter der Ackerkrume, ob der Hornstein auch abgebaut wurde bleibt offen, sich aber jedenfalls nicht unmittelbar unter der Oberfläche auf der die Trümmer liegen ( Knipper persönliche Mitteilung)

131. Post. Beispiele für Bohnerzhornstein und weißen Jurahornstein, ebenfalls von der Siedlung "Breite" (am Beispiel konischer Klingenkerne. Bohnerzhornstein ist an einer bestimmten Stelle auf einem Flurstück relativ häufig.
130. Post. Rohmaterial aus Frankreich?

Rohmaterial aus Morestel? Hornstein aus dem Kimmerigdium, derselben Zeitstufe wie der Hornstein auf der Alb.?
130. Post. Ungewöhnliches Rohmaterial...von einer neuen Fundstelle: Ein Material, ZWEI Farben!! Weißer Jurahornstein und was als Einfärbung unter der Rinde (Kortex) an der weißen bis grauen Knolle sonst schon mal vorkommt und von Eisdenoxyd verursacht werden kann,..(....)...geht hier abrupt durch den homogen erscheinenden Stein. Also>: ein und dasselbe Rohmaterial was die Geologie anbelangt, mineralogisch ist das partielle Rot jedoch anders an zu sprechen. Import oder Hornstein lokal vorkommend?
Zur Datierung vielleicht noch- möglicherweise intentionell erhitzt, was die Verfärbung verursacht haben kann, sondern den Glanz an diesem Stück, wie es für das Mesolithikum typisch wäre. Die Rohmaterialbestimmung wurde in ein Forum zur Diskussion gestellt:

Donnerstag, 23. September 2010

129. Post Vergleich von schmalhohen Dechselkingen.Auf dem geschieferten Material sind die Amphibolitkristalle zu sehen.

129. Post. Die neue Dechselklinge im Vergleich mit einer ebenfalls fragmentierten Dechselklinge, schmalhoch, ebenfalls Linienbandkeramik (?) von der Siedlung "Grund"





128. Post. Ein neues Steinbeilfragment. Beile, Dechsel sind hier bislang wenige von mir gefunden worden. Ein erstes Beilfragment, die Spitze eines Schuhleistenkeiles fand sich am 1. Mai. Ein Beil pro Jahr ist eigentlich schon Übersoll. Nun fand sich dieses Jahr schon ein zweites Bruchstück. Es handelt sich um eine andere Siedlung, vermutlich Bandkeramische Zusammenhänge. Die Fundfläche erstreckt sich über Sonderbucher und Ascher Markung.
Es handelt sich bei dem Steinbeil um das Nackenstück einer schmalhohen Dechselklinge. Dechselklingen mit einem Breite zu Höhe Verhältnis von 1:2 sind relativ selten ( meint RP Gawel vom Forum steine-scherben.de.)
Die Dechselklinge ist aus Amphibolit und Dechsel dieser Art sind wohl nur aus Bandkeramik-Zusammenhängen bekannt. Auf den Bildern sind die Amphibolitkristalle z.T. gut zu erkennen. Der Amphibolit ist deutlich geschiefert. Das grünliche Material war für die Beilherstellung sehr begehrt. In der älteren Bandkeramik waren fast alle Dechsel aus Amphibolit.

Samstag, 18. September 2010


127. Post. Der mittelpaläolithische Schaber aus Radiolarit...





126. Post. Die mittelpaläolithischen Werkzeuge, die von Prof.em.Dr.phil. Hansjörg Müller-Beck freundlicherweise datiert wurden noch einmal zum Abschluss der Bilder vom Tag der offenen Höhle in Blaubeuren / Geißenklösterle. 2010
Es ist natürlich völlig klar, dass es sich um eine erste, flüchtige Einschätzung handelt, die möglicherweise nicht in jedem Einzelfall eingehenderen Analysen stand halten kann und wird. Die Möglichkeit, sich mit Funden direkt mit einem namhaften Wissenschaftler zusammen- und auseinander zu -setzen so dass sich Interessierte Laien und Wissenschaftler einmal auf Augenhöhe begegnen können,  bietet wohl kaum eine andere Museumsgesellschaft in dieser Form und Weise. Herzlichen Dank dafür an dieser Stelle. 





125.Post. Noch mehr Bilder vom Tag der offenen Hohle 2010.





124. Post. Tag der offenen Höhle. Sept. 2010...mehr Bilder...





123.Post. Tag der offenen Höhle. Blaubeuren.