184. Post. Kanten retuschiertes Abschlag-Gerät. Kratzer/Schaber. Zeitliche Einordnung ? die meisten Kantenretuschen sind nach dorsal, Bulbus/ventral ist abgenommen. retuschen steil oder schuppig. Die distale Retusche ist gebogen/ krazterförmig und verrundet ( Arbeitskante) was insgesamt für einen früh- bis mittelneolithischen Kontext spricht.
Donnerstag, 6. Januar 2011
182. Post. Getemperter (Nasen?-)kratzer von Sonderbuch/ Breite.
Denkbar: mesolithischer (?) Nasenkratzer oder grober Bohrer (?) an einem hochrückigen Abschlag. Der Hornstein ist sicher thermisch verändert/ getempert worden, eine Erscheinung, die für das Frühmesolihtikum spricht. Das Neolithikum kennt für diese Geräte keine morphologische Zuordnung. (Nasenkratzer sind vor allem für das Aurignacien typisch)
Montag, 3. Januar 2011
181. Post. Kratzer von der Höfermahd
Kratzerkappe/ Kratzer sind an einem Ende- hier das Distalende- einer Grundform gebogen retuschiert mit einer dorsalen Stirnretusche, die keine Rückenretusche ist, aber gewöhnlich die gesamte Grundformdicke erfasst.
vermutlich LBK- frühneolitisch. Kratzer finden sich seit dem Acheuleen und kommen ebenfalls im Mittelpaläolithikum vereinzelt vor. Ihre Hauptbedeutung haben sie jedoch im Jungpaläolithikum, wo sie zum größten Teil am Ende von Klingen angebracht sind.
Abschlagkratzer. die rechtslateral liegenden Klingennegative auf der Dorsalseite liegen quer zum Abschlagsrichtung. Im Neolithikum und Mesolithikum sind Kratzer häufig aus Abschlägen hergestellt.
181. Post. Große und kleine Kratzer aus Wippingen.
Wieder von der Höfermahd- Einmal ein kleiner Abschlagkratzer, vielleicht an einer Kernkantenklinge und ein sehr großer. Das kleinere Exemplar ist typisch für das ältere Neolithikum. Der große Kratzer stammt vom selben Flurstück und wäre für bandkeramische Verhältnisse sehr groß und kommt vielleicht aus einem jüngeren Kontext. Noch ist ja nicht klar, welcher "Fundstellen-Typ" die "Höfermahd" wirklich ist. Als Siedlung kommt die Stelle, wie geomagnetische Prospektionen beweisen nicht in Frage. Eine Rohmaterial-Abbaustelle wurde durch archäologische Untersuchungen ebenfalls aus geschlossen.
Kratzer sind auf bandkeramischen Plätzen mit die Werkzeuge mit häufigstem Auftreten, wobei es jedoch ein deutliches Nord-Südgefälle zu geben scheint. Im Rheinland etwa erscheinen sie häufiger als im Süden. Der Kratzer ist kein eindeutiger Typus, dem sicher eine bestimmte Funktion zugewiesen werden kann. Am meisten wird er mit "Fellschaben/Lederbearbeitung" in Verbindung gebracht, womit seine Funktionalität sicher nicht erschöpfend beschrieben ist.
180. Post. Importierter Flint.
Noch nicht näher bestimmt ist schwarzer Flint von der Höfermahd Wippingen. Er kommt so hier nicht vor. Er trägt zwar Merkmale (wie etwa die Kortex) von hier anstehedem Hornstein, hat jedoch - untypisch für Jurahornstein der Alb - eine deutliche, weiße Patina, wie sie etwa bei Kreidefeuerstein auftritt.
179. Post. Bifaziales Abschlaggerät.Teil II
179. Post. Bifazial retuschiertes Abschlaggerät...Nr.2
aus Hornstein. Stammend aus demselben Kontext, wie das jungneolithische Glisbeil. Der Abschlag ( wobei der Bulbus fehlt, eventuell die Grundform auch aus einem Trümmer oder einer Frostscherbe entstanden ist) mutet in seiner Modifizierung stark paläolithisch an, wie das oft bei jungneolithischen Arefakten der Fall ist. Eine Mittelpaläolithikum-Zuordnung, fällt daher vorläufig aus. Die stufig/ schuppig in die Fläche greifenden Retuschen ( vor allem beim ersten Artefakt) gleichen eher einer starken Zertrümmerung, und sind wohl eher nicht als Ergebnis von Levalloisetechnik, bei der schildkröten-panzer-artig erhabene Ventralflächen an den Zielabschlägen entstanden.
178. Post. Bifazial modifizierte Abschlaggeräte aus Sonderbuch. Teil I.
Aus dem selben Kontext, aus dem ein jungneolithisches GLISBEIL kommt ( also vom selben Flurstück) stammt dieses Abschlaggerät mit unspezifischer, morphologischer Ansprache. Die Zurichtung der Kanten erscheint schneidenartig. Oft werden derlei jungneolithsichen Artefakte ihrer Ähnlichkeit wegen und ohne entsprechenden Fundzusammenhänge, ohne weitere Befunde, in das Mittelpaläolithikum gestellt.
Die Grundform ist ein Abschlag. Der Schlagflächenrest ist noch vorhanden, der Bulbus ist entfernt.
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