Samstag, 8. April 2017

636. Impressionen der Tagung ehrenamtlich Beauftragter in Esslingen

Wohl an die 150 von rund 250  in Baden Württemberg ehrenamtlich in der Bodendenkmalpflege Beauftragten,  tagten am 8.4. in Esslingen. 

Zahlreiche Mitarbeiter der Denkmalpflege standen zu interessanten Gesprächen zur Verfügung.

Impressionen einer Tagung:

Programm


Grußworte von Staatssekretärin Katrin Schütz, Ministerium
für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden Württemberg
Katrin Schütz auf facebook: Heute gemeinsame Tagung der ehrenamtlichen Beauftragten in der Archäologischen Denkmalpflege Baden-Württemberg in Esslingen. Das Ehrenamt ist eine verlässliche, unverzichtbare Stütze der Denkmalpflege und hat insbesondere in der Archäologischen Denkmalpflege eine lange Tradition. Ich finde es sehr beeindruckend, dass sich aktuell rund 250 Personen als ehrenamtlich Beauftragte in der Landesarchäologie engagieren. Herzlichen Dank dafür!

https://www.denkmalpflege-bw.de/service/presseoeffentlichkeitsarbeit/pressemitteilungen/pressemitteilungen/?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=710&cHash=c47605ee7b3dbac83823a939927a7af4
Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident Landesamt für Denkmalpflege
im Regierungspräsidium Stuttgart

Prof. Dr. Dirk Krause. Aktuelles zur Landesarchäologie und zur Neuausrichtung
des Grabungswesens.

Dr. Jörg Bofinger zu juristischen Aspekten 

Dr. Christoph Steffen zum Projekt Metallsondenprospektion





Die "neue Uniform"







Führung in St. Dionysius, Ausgrabungsmuseum unter der Kirche
In der Keimzelle, der Krypta,
ein unterirdischer Ansachtsraum des 8. Jh.

Gipsabguss eines Hohlraumes einer gekalkten Leiche in St. Dionys

Prominenz: https://www.youtube.com/watch?v=IIX6Augxtno

Besichtigung der Restaurierungswerkstätten
 mit Dipl-Rest. N. Ebinger Rist







https://rp.baden-wuerttemberg.de/rps/Seiten/pressemitteilung.aspx?rid=1253

Kommentare:

  1. Es war eine interessante Tagung.
    Wegen dem Wappen war es wohl ein größeres Drama mit den Westen für die Beauftragten.
    Hat seit 25.02.14 gedauert, bis die Idee endlich umgesetzt war und die Westen verteilt werden konnten.
    Bei Behörden dauert es halt etwas länger. ;-)

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  2. War mir jetzt so nicht bekannt. Ich habe schon von Vorbehalten gegenüber der Nutzung des Landeswappens gehört, aber meines Wissens war die Wahl des zu bedruckenden Kleidungsstückes einer längeren Prüfung unterzogen worden und letztlich wurde deshalb eine Kostenfrage gelöst und bei 250 Ehrenamtlichen spielt es schon eine Rolle, ob eine Jacke oder eine Signalweste bedruckt wird. Interessant war für mich vor allem, dass die vielzitierte Überalterung nicht so gravierend ins Auge fiel wie ich vermutet hatte. Zwar sind auf Bildern, auf denen Teilnehmer von hinten zu sehen sind schon einige Menschen auszumachen, die nicht mehr allzuviel Geld beim Friseur ausgeben müssen, aber es waren erstaunlich viele junge Gesichter vor Ort. Das lässt hoffen, dass dieses erfolgreiche System noch lange fortbestehen kann. Das Tagungsprogramm an sich war für mich eigentlich nicht von Interesse. Für mich waren die Begegnungen wichtig und der Austausch und das Wiedersehen mit Kollegen, die man sonst nicht sieht und mehr als ein Zeichen der Wertschätzung von Laien, die sich in der Denkmalpflege engagieren kann so eine Tagung wohl nicht sein. Ich würde mir mehr interaktive Programmpunkte wünschen, so etwas wie workshops, Erfahrungsaustausch oder Schulungen etwa in Geophysik, QGis, "Erstehilfemaßnahmen" für die Funde wie sie in der Restaurierungserkstatt angeklungen sind, Meldewesen und Geodaten, Verteilung von Funden in der Fläche und Erstellung von Karten mit Fundpunkten- das scheinen mir wichtige Themen zu sein, bei denen andere Bundesländer sehr viel weiter sind als BW.

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    1. Für Workshops, Erfahrungsaustausch oder Schulungen sind wohl mehr die jeweiligen RP´s zuständig.
      Zumindest von meinem RP wurde der Vorschlag zu einem Workshop aufgenommen.
      Mal schauen, ob er auch umgesetzt wird.

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    2. Die Personaldecke und deren Aufgaben sind aber bekannt...Vielleicht auch mal nachschauen wieviel und wo überall allein die Zuständigkeiten in Personalunion abgedeckt werden.

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  3. Und Erfahrungsaustausch?
    Zumindest im RP Freiburg macht man als (fast)jährliche ein Treffen mit den Ehrenamtlichen.

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  4. Ja, so hat halt jeder seine Erwartungen, so wie jeder "sein Ding macht" So wichtig wie ein Zeichen der allgemeinen Wertschätzung ehrenamtlichen Tuns im Bereich der Archäologie sein mag, so ist es aber auch wichtig, dieses Tun zu vernetzen, kritisch zu hinterfragen, zu reflektieren und vielleicht auch gemeinsame, zeitgemäße Ansätze zu suchen, damit man nicht nur seine persönlichen Motive lebt und seinen eigenen Ansätzen unkritisch nachgeht, sondern Wege findet, sein Tun möglichst zu professionalisieren und zu objektivieren. Ein Tag mit "Lobhudeleien" mag mal Balsam für das Ego sein, aber ich habe gerade z.B. gelesen: http://www.dguf.de/fileadmin/AI/ArchInf-EV_Heitz.pdf
    und mache auch keinen Hehl aus meiner Begeisterung für Jung's Buch "Heimathirsche", erschienen im Waxmann-Verlag.Ich will mich lieber kritischen Fragen stellen und mein Handeln reflektieren und vielleicht auch mal mich in Frage stellen und mich mit grundsätzlichen Fragen auseinandersetzen und von anderen in Frage gestellt werden, also ernst genommen werden, nicht nur gelobt. Wenn die eigene Arbeit nicht auch Zweifel hervorbringt, ist sie wohl eher oberflächlich. Ich habe zur Archäologie und ihrem Sinn genauso viel Fragen und Zweifel wie Lust den Spuren unserer Vorfahren im Gelände nachzuspüren, aber mit jedem neuen Fund gibt es nicht nur Erkenntnisgewinn, er mehrt auch Fragen und Prbleme bis hin zu Sammlungsmassen die mir manchmal mehr als Last denn als Gewinn erscheinen. Eine Plattform für Unsereinen sehe ich da nicht.Wir haben da sehr viel Freiraum zum Denken und unterliegen keinem Sachzwang, weil wir nichts tun müssen, von dem wir nicht auch überzeugt sind, wie manchmal bei Menschen, die ihre Brötchen damit verdienen müsssen und sich in Sachzwängen finden.

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