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Samstag, 12. Juni 2010



70. Post. Umgepflügt....wird auch in anderen Gärten von Sonderbuch...und so kam es, dass ein sehr freundlicher Herr aus Sonderbuch einen bleibenden Beitrag zur Ausstellung im alten Rathaus 2004 und zur Sammlung machte, der noch nicht datiert ist: Es handelt sich um einen kleinen Spinnwirtel (?) und ein Webgewicht (?) oder sehr großen Spinnwirtel aus Keramik. Leider lassen sich diese Funde keinem Befund zuweisen. Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal herzlich für die Bereicherung der Sammlung bedanken.


69. Post. Keramikfund Ascher Straße 6. Auf unserem Grundstück konnten schon verschiedentlich Funde bei der Gartenarbeit gemacht werden. Neben zahlreichen spätmittelalterlichen und neuzeitlichen Funden ( glasierte Hafnerware ) wie verloren gegangene Münzen durch die Bewirtung im Freien der Gastwirtschaft zur "Germania" ( 1900 bis 1965) fällt ein frühmittelalterlicher (?) Bandhenkel auf. Er stammt mit Wandung von einem reduzierend gebrannten Henkeltopf . Das Gefäß scheint frei aufgebaut und nicht auf der Töpferscheibe entstanden zu sein. Der Scherben ist fein gemagert und enthält etwas Glimmer. Das erste, bekannte Gebäude stand hier im 15. Jahrhundert. Das Topffragment datiert meines Erachtens wesentlich früher. Die ältesten Funde des Grundstückes datieren in das Neolithikum.




68. Post. Keramikfund auf Wippingen, Höfermahd.
Auf der Linienbandkeramischen Siedlung sind bereits andere Zeitstellungen nachgewiesen, u.a. wurden hier verlagerte paläolithische Funde nachgewiesen. Heute fand sich dort auf der Oberfläche ein großes Keramikfragment, das wohl nicht LBK, eventuell eisenzeitlich/ frühmittelalterlich ist (?). Ähnlich wie auf SOND 008 erscheinen hier im eindeutigen LBK-Kontext ältere Stücke, aber auch Sehr regelmäßige Klingenkerne, wie sie eher für das Mittelneolithikum sprechen. An Keramik ist durch Absammlung bisher nur LBK nach gewiesen. Mit dem neuen Fund, der als Einzelfund nicht zwangsläufig in einen Siedlungskontext zu stellen ist, sondern auch intrusiv in die Siedlung gelangt sein kann, erweitert sich möglicherweise die Besiedlungsabfolge an dieser Stelle.

Sonntag, 6. Juni 2010

67. Post
Die wichtigsten Momente im Leben eines Forschers sind die der Erkenntnis, nicht der Anerkennung.

Donnerstag, 3. Juni 2010


66. Post. Ausschnitt Mitteilungsblatt 2007...der Gemeinde Sonderbuch. Jahresbericht zum archäologischen Jahr.







zum 65. Post...Funde stecken im Profil der Grabungsfläche...

Keramik .... Holzkohle, Steinartefakte...

Einmessen im Profil
Post 65. Flächen und Profile von SOND 008, Schlaghau, Blaubeuren- Sonderbuch. 2007.
Ein Asche/ Kohlehorizont...



zum 65. Post. Grabung Sonderbuch, Schlaghau, LBK- Siedlung. Nun...wurde eine Abbaustelle ausgerechnet gleichzeitig mit einer nahegelegenen Siedlung (LBK) angegraben. Ich denke mir, während die frühe Zeit der LBK sich durch sehr weitreichende Handels- und Transferkontakte auszeichnet, werden gegen Ende der LBK die Distanzen des importierten Feuersteins immer kürzer. Man deutet das ansatzweise mit der "Erfindung des Krieges", d.h. dass territoriale Auseinandersetzungen um Land-, Weide- und Ackerrechte dazu führten, dass die späten LBK das "professionelle Ausbeuten" der lokalen Lagerstätten einsetzte. Das könnte man auch als positive Gegenreaktion zu sonst unvermeidlichen Auseinandersetzungen deuten. Also keine Erscheinung, die auf Verknappung der Ressourcen zurück zu führen ist. Möglicher weise lässt sich in Sonderbuch diese These untermauern...