Powered By Blogger

Donnerstag, 18. Juni 2015

558. Post. Rasches Wachstum auf den Feldern führt zur

SOMMERPAUSE...





"Gezäunte Wand" an einer Scheune gegenüber des 
Ulmer Zollhauses in Wippingen
außen Kalkputz

Staken ohne Haselruten...

Außen Kalkputz...innen Lehmbewurf










Letzte Zeugnisse der ersten Elektrifizierung in den
1920er Jahren, Asch


Hüle in Asch
Ausfachung: Riegelwerk




 Für die einen liegt auf dem Dorf der Hund begraben...für Andere der Denkmalschutz, der die ungezählten bäuerlichen Profanbauten unmöglich alle zu allen Zeiten erhalten kann...

doch ist die Liebe zum Alten hier und dort erkennbar...





unorthodoxer Baustil...


Integrierte Umfassungsmauer des Dorffriedhofes...





...dass man nicht alles zu allen Zeiten erhalten kann...



"Droba auf dr Rauha Alb....juppheidi, juppheida,
wie machet's do dia Flaschner all?...juppheidiheida....Do a Blechle, dett a Blechle, geit scho wieder a Scheißhausdächle....jupppheidieheida...

...Überlebenswille auf der Streuobstwiese...

 Sommer in Blaustein- Bermaringen....






Photovoltaik vor gezäunter Wand...

















Montag, 15. Juni 2015

557. Post. Leider nur fast...

erweist sich ein auf den ersten Finderblick ein "kleiner Faustkeil" (veraltet"Fäustel") schließlich gereinigt als Kernfuß mit Schlagnarbenfeld und ausgeprägter Tertiärnutzung.

1) Ein spitzovaler Umriss mit nicht allzu ausgeprägter Spitze
und dorsalen Negativen die sich nach der Reinigung nicht als
Retuschen, sondern als Negative der Distalenden einer Klingen-
serie erweisen. Alle dorsalen Abschläge erfolgten primär...
 Primär: Klingenkern,
Sekundär: Klopfer,
Tertiär: Kratzen,Schaben, Glätten, Schneiden, Zermürben...
2)...erst dann wurde das Artefakt über einen seitlichen Schlagpunkt vom Kern gelöst.
Die Ventralseite zeigt die ausgeprägten Wallnerlinien des direkten harten Schlages,
die auf den erhabenen Stellen Politur aufweisen - Beleg für eine tertiäre Verwendung.
Der Schlagpunkt liegt bei 16 Uhr, also oberhalb der 3 auf dem Lineal.

3) Die ausgeprägten Schlagnarben auf dem ehemaligen Kernfuß dürften vor der Ablösung
entstanden sein. Da die Verrundungen auch die Lateralkanten betrifft, fand der Abschlag auch
nach der ( intentionell  oder durch Gebrauch unabsichtlich ?) erfolgten Ablösung Verwendung. Sehr deutlich sind die verrundeten Grate der Klingennegative zu erkennen.
Klopfen, Kratzen, Schaben, Schneiden...Opportunistische Umformungsprozesse an einem untypischen Gerät...Fundort: LBK mit jüngerneolithischen Komponenten. 

Sonntag, 14. Juni 2015

556. Eine herausragende Leistung verlangt auch eine umfassende Rezeption...

Ein unbekanntes, neolithisches Steinschläger- "Genie" auf Sonderbucher Markung...

Obgleich der Geniebegriff in der Wissenschaft keine Rolle mehr spielt, gehe ich bei dem heutigen Fundstück einmal von dem in Deutschland von -ingenium= natürlich angeborenes Talent hergeleiteten Begriff aus, welcher  sich mir hier -euphorisch unwissenschaftlich- aufdrängt.  
In Fundlage war von einer Dorsalseite eines größeren Abschlags mit Klingennegativen
auszugehen....

...bei nährerer Betrachtung erwies sich die vermeintliche
Ventralseite des "Abschlages" als gleichartig aus
geformter  "Rücken" eines sehr flachen, weitgehend
abgebauten, verworfenen Kerns
Der Kernfuß trägt noch den Kortex des Rohstückes

eine der schmalen Flanken des Kernes

Die gegenüber liegende Flanke

Die ovale Schlagfläche des Kerns..
flach...flacher....


Mit dem vorletzten Bild ein bipolar abgebauter Kern, der bewiesener Maßen und Dank mittlerweile konsequenter Einmessungen von ein und derselben Stelle auf dem Acker stammt. An dieser Stelle scheint mindestens ein "genialer" Steinschläger aktiv gewesen zu sein. Allerdings ist für einen derart "guten Lauf" auch ein homogenes, kluftfreies Rohmaterial Voraussetzung.
Zeitlich kommen beide bemerkenswerten Kerne , weil sie in dieser Erscheinungsform und Perfektion des Abbaus hier selten und würdig sind ein Lehrbuch zu schmücken, aus einem Siedlungszusammenhang der neben einem LBK-Schwerpunkt auch mittelneolithische und jungneolithische Komponenten aufweist.
Genial..., auch um ein vor allem von der Jugend gebräuchliches
Modewort, das auch mit "G" beginnt, zu vermeiden...
(  es sind, Zit:„neben der gewissenhaften
Schlagflächenpräparation die dauernde Kontrolle der
Wölbung der Abbaufläche sowohl in Längs- als auch in
Querrichtung sowie die Kontrolle der Kernsteinbasis unumgängliche
Voraussetzungen für eine Klingenherstellung
in Serie“ (WEINER 1985, 28).