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Montag, 4. April 2011

225.Post. clip zum bislang größten Kern vom Grund,
auf dem Stand von 5 Schlagflächen, 1115 g.
224. Post. clip zu Post 218. Kern vom Grund, mit abgetrenntem Rücken. 2 Schlagflächen...
223. Post. clip zu Post 218.

...Der Kern vom Grund, 1004 g. 3 Schlagflächen.

Sonntag, 3. April 2011

222. Post. Kern an Abschlag...Lamellen oder Retuschen? mesolithisch? Kern und/oder Kratzer... viel Spaß bei der eigenen Interpretation...!

Ein Ende als Kratzer-kappe
DieKappe/Stirn zeigt Gebrauchsretuschen, Ausbrüche, die durch den Gebrauch entstanden sind, darunter die regelmäßigen, hohen Retuschen
kleine "Angelbrüche" beim Einsatz entstanden oder bei der Modifikation.
Die Dorsalseite des Artefakts- eine zweite Schlagfläche -
Das gegenseitige Ende der regelmäßigen Kratzerretusche: gröbere Retuschen...unten.



Der obere Grat des Rückens / trägt mehrere Retuschen Richtung Lateralkante, also parallel zur Ventralfläche.

die ursprüngliche unmodifizierte Ventralseite des Abschlages (Grundform) die keinen Bulbus aufweist, also alle Modifikationen bzw. Abbauvorgänge die die Ventralseite einbeziehen, später angelegt sein müssten.

222.Post. Kern an Abschlag, sekundär als Kratzer verwendet...mesolithisch?
Am Anfang war die Grundform...wohl als Abschlag, vielleicht aber auch nur ein Trümmerstück,
das durch weiteren Abbau - als sekundärer Kern kleine Abschläge lieferte. An einer Endseite, ob Proximal oder Distalende ist nicht mehr zu bestimmen entstand so eine Kratzerkappe mit lamellenförmigen Retuschen. Der Bulbus wurde, so er denn vorhanden war, durch den Abbau bzw. die Retuschen entfernt. Die Stirn oder Kappe wurde auch als Kratzer verwendet, wie kleine, aber deutliche Gebrauchsretuschen zeigen. Das Artefakt stammt vom GRUND,SOND005, einer Fundstelle, die in verschiedenen Zeithorizonten ihre Spuren hinterließ, sowohl in der LBK, vielleicht in der Übergangszeit zur Stichbandkeramik und letzlich sicher in der Zeit der Stichbandkeramik, also dem Mittelneolithikum. Wenige Artefakte dort könnten mittelpaläolithisch sein. Getempertes Material und Artefakte wie dieses verweisen vielleicht auch in das Mesolithikum, also der Überganszeit von der Alt- in die Jungsteinzeit, in der die Werkzeuge immer kleiner wurden. Da wir es um Sonderbuch mit der Bildung mächtiger Kolluvien zu tun haben, deren Entstehung und Umbildung, deren Bewegungen wir noch nicht verstehen, sind durch sie die verschiedenen Zeithorizonte, die letztlich vermischt an die Oberfläche treten anhand formaler Kriterien nicht leicht zu unterscheiden.
(Die Frage ob Kern an Abschlag oder Gerät kann je nach Bearbeiter der Inventare unterschiedlich ausfallen.- Strien 1984, findet sich auch bei Kieselbach, Diss.)

Danke an Barbara Spreer, die heute bei der Begehung mit dabei war für die nette Gesellschaft und den Neu- Fund mit erlebt hatte.

Samstag, 2. April 2011

221.Post. Ein neuer, bemerkenswert großer Kern von WIPP005, Herrenäcker, Nähe Borgerhau.

Der "Bilderbuch-Vorzeigekern" hat: einen Rücken- die Rinde, genannt Kortex ist zu sehen, die Affaufläche ist vorne. Ein großer, neuer Kern im Vergleich mit regelmäßigen, konischen Klingenkernen durchschnittlicher Größe, links von derselben Fundstelle weiter südlich.

Die Abbaufläche
Der Rücken des Kerns

Die Klingennegative sind bis zum Ende durchgeschlagen. Eigentlich gäbe es keinen Grund einen Kern dieser Qualität - ohne nennenswerte Angelbrüche- zu verwerfen. Der Kern hat noch ein Gewicht von 360 g.


Der neue Kern links im Vergleich mit einem der Gößten vom GRUND., SOND005

221.Post. Ein großer Kern von WIPP005.Herrenäcker, beim Borgerhau.
Negative von bis zu 10cm langen Klingen trägt der regelmäßige, konische Klingenkern von überdurchschnittlicher Größe. Erst seit einem Jahr zeigt sich, dass die Fundstelle sich nach Norden bis zu einem Weg ausdehnt. Hier fallen sehr große Trümmer und eben große Kerne auf, während Abschläge und Klingen bislang fehlen.
220. Post. Klangraum. Ausstellungseröffnung in Blaubeuren.
Prof. Dr. Harald Floss, Uni Tübingen links und Georg Hiller, 1. Vorsitzender der GfU, Gesellschaft für Urgeschichte und Förderverein des Urgeschichtlichen Museums Blaubeuren.
Anstoßen auf die "Flöten"...http://www.swp.de/ulm/lokales/ulm_neu_ulm/Magische-Steinzeit-Klaenge;art4329,903973

Die Flöten in der Dauerausstellung, Schwirrholz und Tommel... Fotografieren der Originale, die sich einen Stock höher im neuen Klangraum befinden ist nicht erlaubt. Im Klangraum sind die Repliken der Flöten auch zu hören. Der abgedunkelte Raum vermittelt mit seiner Stille, von den zarten Tönen der Flöten durchbrochen einen sehr meditativen Eindruck. -Die Urzeit- das war wohl vor allem Stille - Flötentöne um so eindrücklicher. In unserer Zeit völliger Reizüberflutung eher eine Ausnahme.http://www.urmu.de/kalender/frame_sonderausstellung2.asp
Eine Replik der Flöte aus Mammutelfenbein
Bürgermeister Jörg Seibold hinten Mitte im Gespräch mit den Gästen der Eröffnungsveranstaltung.

Prof.Dr. Floss bei der Eröffungsrede in der Evangelischen Stadtkirche.

220. Post. Klangraum. Ausstellungseröffnung in Blaubeuren am 2. April 2011.Prof.Harald Floss, Uni Tübingen.

Freitag, 1. April 2011

219. Post. Sonderausstellung Klangraum in Blaubeuren.
Ausschnitt aus dem "Blaumännle"- Nachrichtenblatt der Stadt Blaubeuren.


219. Post. Sonderausstellung- Klangraum-im Blaubeurer Urgeschichtlichen Museum- Die ältesten Musikinstrumente der Menschheit- vom 3. April bis 29. Januar 2012.


"Mit der neuen Fähigkeit zum symbolhaften Denken gelingt es dem anatomisch modernen Menschen, sich im eiszeitlichen Europa zu behaupten", heißt es in einem die Ausstellung begleitenden Text. Der erstmals im Museum vorgestellte "Klangraum" wird eine dauerhafte Installation bleiben- wie Thomas Spanhel im Blaumännle berichtet also eine "neue Heimat für Flöten, nachdem für Venus und Phallus vom Hohlen Fels Themenräume geschaffen wurden."
Zu sehen sind im Original die Gänsegeierknochenflöte , die 2008 im Hohlen Fels gefunden wurde; sie ist ca. 35000 bis 40000 Jahre alt, ebenso die aus einem Schwanenknochen gearbeitete Flöte aus dem Geißenklösterle und eine aus derselben Höhle aus Mammutelfenbein. "Aus technischer, heutiger Sicht ist die Elfenbeinflöte eine technische Meisterleistung, "werden die Exponate in der Presse angekündigt...Vielleicht konnten Sie die Einführung in die Ausstellung durch Harald Floss in der Blaubeurer Stadtkirche am 2. April um 11 Uhr mit erleben. Der nachfolgende Post berichtet kurz darüber.